Antworten auf häufig gestellte Fragen

Ist eine Stop-Loss-Order bei Optionen sinnvoll?

Eine Stop-Loss-Order ist von der grundsätzlichen Überlegung her sinnvoll. Die Order wird erst dann ausgeführt, wenn eine vom Anleger festgelegte Kursschwelle erreicht bzw. unterschritten wurde. Damit diese Verkaufsorder nutzbringend eingesetzt werden kann, darf der Kurs des Wertpapiers nicht zu stark schwanken. Denn bei Tagesschwankungen von 10% und mehr ist vorprogrammiert, dass diese Stop-Loss-Order schnell ausgelöst wird und die Wertpapiere „unglücklich“ ausgestoppt werden. Und genau hieraus ergibt sich, dass eine Stop-Loss- Order für Optionen nicht sinnvoll eingesetzt werden kann.

Die Kurse von Optionen unterliegen starken Kursschwankungen. Das macht die hohe Hebelkraft der Optionen. Optionen würden regelmäßig bei kurzen, deutlichen Kursbewegungen nach unten ausgestoppt. Das unbefriedigende Ergebnis wäre, dass der Optionen-Trader viel zu oft zu ungünstig verkaufen würde.

 

Optionen-Profi: Spätester Termin zur Positionsschließung ersetzt Stop-Loss-Order

Im Optionen-Profi arbeite ich deshalb mit dem „spätesten Termin zur Positionsschließung“. Dieser dient ebenfalls dazu, Verluste zu begrenzen bzw. Gewinne auch unterhalb von +100% zu realisieren.

 

Was ist der Zeitwert einer Option?

Optionen geben dem Käufer das Recht, einen Basiswert zum Basispreis zu kaufen (Call-Option) beziehungsweise zu verkaufen (Put-Option). Dieses Recht hat einen umso höheren Wert, je länger die Option noch läuft. 2 Zahlenbeispiele verdeutlichen das:

 

1. Beispiel für Call-Optionen:

Eine Call-Option hat den Basispreis 50 €. Der Basiswert dieser Option, eine Aktie, notiert mit 55 €. Das Recht, die Aktie zum Kurs von 55 € zu kaufen, ist zu diesem Zeitpunkt nichts wert. Sie können die Aktie an der Börse billiger kaufen. Aber: Wenn dieses Recht z. B. noch ein ganzes Jahr gilt, stehen die Aussichten bei richtiger vorangegangener Analyse gut, dass der Kurs der Aktie auf 60 €, 70 € oder auch höher steigt. Ihr Recht kann also viel wert sein. Je länger „Zeit“ Sie mit den Calls haben, dass Kurssteigerungen des Basiswertes eintreten, desto höher ist der Zeitwert der Call-Option.

 

2. Beispiel für Put-Optionen:

Eine Put-Option hat den Basispreis 50 €. Der Basiswert dieser Option, eine Aktie, notiert mit 45 €. Das Recht, die Aktie zum Kurs von 45 € zu verkaufen, ist zu diesem Zeitpunkt nichts wert. Sie können die Aktie an der Börse teurer verkaufen. Aber: Wenn dieses Recht z. B. noch ein ganzes Jahr gilt, stehen die Aussichten bei richtiger vorangegangener Analyse gut, dass der Kurs der Aktie auf 40 €, 35 € oder auch tiefer fällt. Ihr Recht kann also viel wert sein. Je länger „Zeit“ Sie mit den Puts haben, dass Kursverluste des Basiswertes eintreten, desto höher ist der Zeitwert der Put-Option.

 

Wie berechnet man den Zeitwert einer Option?

Der Preis einer Option besteht immer aus dem „inneren Wert“ und dem Zeitwert. Dabei kann jeder dieser beiden Werte auf null fallen. Der Zeitwert ist am Verfallstag der Option null. Je ein Zahlenbeispiel für Call und Put zeigen, wie Sie inneren Wert und den Zeitwert einer Option schnell berechnen.

 

1) Innerer Wert und Zeitwert einer Call-Option

Eine Call-Option hat einen inneren Wert, wenn der Kurs des Basiswertes über dem Basispreis notiert. Notiert der Basiswert unter dem Basispreis, ist der innere Wert gleich null.

 

Innerer Wert: Subtrahieren Sie vom Kurs des Basiswertes den Basispreis. Ist das Ergebnis negativ, ist der innere Wert null. Ist das Ergebnis positiv, haben Sie den inneren Wert der Call-Option.

Zeitwert: Subtrahieren Sie den inneren Wert vom Preis der Option. Die positive Differenz ist der Zeitwert.

 

Beispiel für eine Call-Option:

Kurs des Basiswertes: 50 € Basispreis: 45 € Preis der Call-Option: 7 € Innerer Wert: Kurs des Basiswertes 50 € – Basispreis 45 € = 5 € Zeitwert: Preis der Call-Option 7 € – innerer Wert 5 € = 2 €

 

2) Innerer Wert und Zeitwert einer Put-Option

Eine Put-Option hat einen inneren Wert, wenn der Kurs des Basiswertes unter dem Basispreis notiert. Notiert der Basiswert über dem Basispreis, ist der innere Wert gleich null.

Innerer Wert: Subtrahieren Sie vom Basispreis den Kurs des Basiswertes. Ist das Ergebnis negativ, ist der innere Wert null. Ist das Ergebnis positiv, haben Sie den inneren Wert der Put- Option.

Zeitwert: Subtrahieren Sie den inneren Wert vom Preis der Option. Die positive Differenz ist der Zeitwert.

 

Beispiel für eine Put-Option:

Kurs des Basiswertes: 50 €
Basispreis: 55 €
Preis der Put-Option: 7 €
Innerer Wert: Basispreis 55 € – Kurs des Basiswertes 50 € = 5 €
Zeitwert: Preis der Put-Option 7 € – innerer Wert 5 € = 2 €

 

Kommentare

  1. Rainer Heißmann sagt:

    Sehr geehrter Herr T.

    da hat alles seine Richtigkeit.

    Beste Grüße, Rainer Heißmann

  2. Dieter Tollkühn sagt:

    Entweder habe ich die Zusammenhänge beim Optionentrading noch nicht begriffen, oder Ihre Beispiele zum Zeitwert(1. und 2. Beispiel) sind falsch erläutert.Ich vermute, es wurden die Puts mit den Calls verwechselt.Ich bin als Anfänger jetzt etwas verunsichert.
    Mit freundlichen Grüßen
    D. T.

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