Bullenfalle: Wochenschlusskurs des DAX bestätigt meine Vorsicht

Gestern hieß mein Marktkommentar: „Bullenfalle droht: DAX prallt von 5.000-Punkte-Marke ab“ – Der aktuelle Wochenschlusskurs des DAX bestätigt meine vorsichtige Haltung und weist auch auf eine Bullenfalle hin: Der DAX notiert an diesem Wochenende mit 4.918,75 Punkten. Damit steht er deutlich unter der charttechnisch und psychologisch wichtigen 5.000-Punkte-Marke.

„Der Markt läuft in eine Bullenfalle“, das war gestern meine Prognose. Als einen Grund für die Bullenfalle habe ich die nicht bewältigte Bankenkrise genannt. Und prompt ereilte uns gestern, also noch am selben Tag, spät abends, die Meldung:

Bisher größte US-Bankenpleite in 2009

Der Zusammenbruch der Bank United FSB in Florida mit einer Bilanzsumme von umgerechnet rund 9,2 Milliarden Euro ist der bisher größte Fall in 2009 – und das bereits 34. Opfer seit Jahresbeginn.

Damit muss die Bankenlandschaft in den USA die schwerste Pleite seit Jahresbeginn verkraften. Und was machen die Börsen? Sie steigen, wenn auch unterhalb wichtiger charttechnischer Marken. Die Bullenherde läuft weiter.

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Weiteres Zeichen für eine Bullenfalle: Kleinanleger springen auf

Mich hat heute zusätzlich eine ganz andere Meldung aufmerksam gemacht. Diese stand eher als Randnotiz in den Medien. Sie lautete: „Noch Raum für steigende Kurse: Immer mehr Kleinanleger kommen an die Börse zurück.“

Sehr oft sind es Kleinanleger, die aufspringen, wenn (um im Sprachgebrauch zu bleiben) die Bullen schon in wildem Galopp nach vorne stürmen. Die Bullenfalle ist noch nicht zu sehen. Die Herde rennt weiter. So wie jetzt. Die Nachrichten sind überwiegend voll von Chancen und steigenden Kursen. Und dann, oft zu spät, traut sich der Kleinanleger. Er schließt sich der Herde an. Oft ein Zeichen, dass die Bullenfalle bald zuschnappt. Die erfahrenen Bullen ahnen sie, wissen um die Risiken. Sie steigen langsam aus oder sichern sich ab.

Die Meldung oben deutet an, die Kleinanleger sehen die Chancen, nicht die Bullenfalle. Aber wenn die Medien den Einstieg in die Börsen propagieren, ist sie nah, die Bullenfalle.

Deshalb wiederhole ich zum Wochenende meinen Tipp von gestern:

Halten Sie als Versicherung gegen die Bullenfalle Put-Optionen im Depot.

„Wir sprechen zu viel, aber wir sehen zu wenig.“, schrieb der deutsche Komponist Richard Wagner. Er wurde heute vor 196 Jahren, am 22.05.1813, geboren.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Augen aufhalten, damit Sie sehen und nicht in die Bullenfalle laufen

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