„Dummes deutsche Geld“ wird gesucht

„Dummes deutsche Geld“ wird weiterhin gesucht

„Informieren die Banker nun ehrlich über die Risiken? Oder suchen sie wieder „dummes deutsches Geld“? Ich befürchte, ja glaube zu wissen, letzteres.“, so habe ich im Vorfeld der Messe Invest in Stuttgart geschrieben. „Dummes deutsche Geld“ war auch die Überschrift des entsprechenden Kommentars. (Wenn Sie nachlesen wollen, was es mit dem Ausdruck „dummes deutsches Geld“ auf sich hat, bitte hier auf „dummes deutsches Geld“ klicken.)

Auf der Anlegermesse Invest habe ich mich mit vielen Ausstellern unterhalten. Das Ergebnis war ernüchternd. Das Thema „bankenunabhängige Optionen“ kam nicht vor. Zertifikate und andere Emittentenprodukte, wie Optionsscheine und CFDs, wurden angepriesen. „Dummes deutsches Geld“ wird halt weiterhin gesucht. Nirgends gab es ernstzunehmende Hinweise auf die Risiken der Zertifikate.

In meinen Seminaren auf der Invest habe ich dagegen die Risiken von Zertifikaten aufgezeigt. Diese Risiken haben auch schon Einzug in die Presselandschaft gefunden. So konnte ich aus Focus, Stern, Schwarzbuch Börse, Welt, FAZ, Wirtschaftswoche usw. haarsträubende Aussagen über Emittentenprodukte präsentieren.

So schreiben Magazine über „dummes deutsches Geld“ und das Abzocken der Banken:

„Aufgrund laxer gesetzlicher Vorschriften konnten die Investmentbanker der Zertifikate-Abteilungen uninformierte Privatanleger . . . übervorteilen.“ (Schwarzbuch Börse, 2009)

„Banken gegen Prüfstelle für Finanzprodukte“ (Westfälische Rundschau)

„In Finanzkreise gilt Deutschland als idealer Markt für undurchschaubare Produkte“ (Stern)

„Der Finanzwissenschaftler Professor Max Otte hält den Zertifikate-Markt für pervers und glaubt, dass Anleger belogen und betrogen werden.“ (Magazin „Profil“)

„Bankberater packen aus Ich habe Sie betrogen“ (Wirtschaftswoche)

„Zertifikate-Handel: Börse im Nachteil“ (Schwarzbuch Börse, 2008)

„Bankeninsider packen aus: Systematisch haben sie Kunden Risikoanlagen verkauft und dabei häufig Gefahren verschleiert“ (Focus)

„Anleger glauben noch an die Bank. Das ist so als würde ich an den Weihnachtmann glauben.“ (Stern)

Diese sind nur ganz wenige Zitate aus seitenlangen Berichten zum Thema „dummes deutsches Geld“.  Und auf der Messe Invest wurden diese Produkte weiter angepriesen, als wäre nie etwas gewesen. Nun, die Deutsche Bank ruft ja auch schon wieder die Eigenkapitalrendite von 25% aus. Was die verdienen, muss jemand anderes bezahlen. Der Zertifikate-Anleger zum Beispiel. Er hat ja „dummes deutsches Geld“.

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Das von den Anlegern hart erarbeitete Geld wird dort halt „dummes deutsche Geld“ genannt und gerne eingesackt, auch zum Preis von „Lug und Trug“ (Zitat Professor Max Otte). Und leider, aber von mir erwartet (siehe meinen Kommentar zum Thema „dummes deutsches Geld“), verhielten sich auf dieser Messe die Anbieter von Hebelprodukten wieder alle gleich.

„Fachberater“ auf der Messe waren (oft) schlecht informiert

Auch auf Nachfrage konnten mir die „Fachberater“ an den Messeständen so gut wie keine Informationen zu bankenunabhängige Optionen geben. Ja, etlichen Messemitarbeitern waren diese nicht einmal bekannt. Es schadet halt dem Verkauf von Zertifikaten, CFDs und so weiter, wenn der Verkäufer zuviel weiß.

Informationen über bankenunabhängige Optionen waren heiß begehrt

Nur an unserem Stand von GeVestor konnten sich die Besucher der Messe über die bankenunabhängigen Optionen informieren. Die von uns dazu ausgelegten Informationen vom Optionen-Profi und Option Advisor gingen dementsprechend weg, wie die sprichwörtlichen „warmen Semmeln“.

Das zeigt, kritische und informierte Investoren haben genug von den Banken, die sie als leichtgläubig betrachten, dieses ausnutzen und „dummes deutsches Geld“ suchen.

Unüberschaubare Vielfalt soll Anleger verwirren und „dummes deutsches Geld“ einsammeln

Übrigens, gerade heute, am 27.04.2009, flattert mir die aktuelle Ausgabe „Warrants und Zertifikate“ der BNP Paribas ins Haus. Stolz meldet das Blatt: „Das umfangreiche Angebot an Zertifikaten und Hebelprodukten weitet BNP Paribas kontinuierlich aus. Aktuell haben Anleger die Wahl unter 24.000 Produkten auf 370 Basiswerte.“ 24.000 Produkte, na fein, wie sollen Sie denn da das eine für Sie richtige Angebot finden? – Unmöglich!  Und diese 24.000 sind nur die Produkte eines Emittenten.

Alle Emittenten  zusammen drücken mittlerweile rund 400.000 Produkte in den Markt. Jedes einzelne Produkt wird individuell ausgestaltet und hat eine Produktbeschreibung auf 100 bis 400 kleingedruckten Seiten. Diese verwirrende Vielfalt macht Transparenz unmöglich. Das ist gewollt. Denn die Emittenten führen ein intransparentes  Spiel und suchen „dummes deutsches Geld“.

Heute, genau vor 87 Jahren, am 27.4.1922, wurde Film „Dr. Mabuse, der Spieler“ in Berlin  uraufgeführt.  Er war der erste Film aus der „Dr. Mabuse“-Reihe. Ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht zum Spielball der Banken und deren undurchschaubaren Produkten werden

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