Margin Call

Was bedeutet der Begriff Margin?

Der Begriff Margin kommt aus der englischen Sprache und hat die Bedeutung von einer Sicherheitsleistung, einer Hinterlegungssumme und / oder einer Schwundreserve.

 

Was bedeutet der Begriff Margin bei Börsengeschäften?

Die Margin dient bei Börsengeschäften und hier nur bei Börsentermingeschäften dem Risikomanagement. Es handelt sich dabei im weitesten Sinne um eine Art von Kreditsicherheit.

 

Warum ist eine Margin notwendig?

Eine Margin ist notwendig, um die entstandenen Risiken aus offenen Positionen (vornehmlich Stillhalter-Positionen) abzudecken. Bei Stillhalter-Positionen besteht ein nahezu unbegrenztes Verlustrisiko. Außerdem hat der Anleger dadurch den Vorteil, dass er nur die Margin bzw. Sicherheitsleistung hinterlegen muss und nicht den Gegenwert seiner Position.

 

Wie wird die zu bezahlende Margin berechnet?

Die zu bezahlende Margin richtet sich nach dem Gesamtrisiko des Depots. Dementsprechend werden alle Preisrisiken des Depots addiert. Stehen dabei zwei oder mehr Positionen im Depot in einem Verhältnis, dass das Gesamtrisiko des Depots minimiert, so wird auch dieser Umstand bei der Ermittlung der Margin berücksichtigt.

 

Welches Risiko sichert die Margin dabei genau ab?

Die Margin sichert dabei das Risiko der maximalen Kosten für eine Glattstellung ab. Als Zeitpunkt der Glattstellung wird für die Berechnung immer der nächste Börsentag angenommen.

 

Für welchen Zeitraum gilt die Margin?

Die Margin wird tagesaktuell berechnet und besitzt auch nur über diesen Zeitraum Gültigkeit. Hintergrund dafür ist die Tatsache, dass einerseits die Preise täglich schwanken und andererseits auch die Zusammensetzung des Depots respektive die einzelnen im Depot enthaltenen Wertpapiere durch Kauf und Verkauf verändert werden können.

 

Ist auch eine Margin für Optionen notwendig?

Da es sich bei Optionen auch um Börsentermingeschäfte handelt, ist auch hier eine Margin je nach Art der Position als Anleger in Optionen notwendig.

 

Was muss bei der Margin unterschieden werden?

Hier müssen zunächst Call und Put unterschieden werden. Danach müssen der Käufer und der Verkäufer einer Option unterschieden werden.

 

Besteht bei einem Käufer von Optionen die Notwendigkeit einer Margin?

Bei einem Käufer einer Option besteht grundsätzlich keine Margin-Pflicht. Schließlich erwirbt der Käufer der Option nur ein Ausübungsrecht. Er geht keine weitere Verpflichtung ein – abgesehen von der Zahlung der Optionsprämie beim Kauf der Option.

 

Kann es passieren, dass auch bei gekauften Optionen eine Margin anfällt?

Ja. Bei einem Kauf von Optionen, die auf Fremdwährungen lauten, besteht ein Wechselkursrisiko. Demzufolge besteht auch für Investoren, die ausschließlich Optionen kaufen die Notwendigkeit eines Kontos für die Margin.

 

Besteht bei einem Verkäufer von Optionen die Notwendigkeit einer Margin?

Hier sind grundsätzlich zwei unterschiedliche Arten zu unterscheiden. Da es gedeckte und ungedeckte verkaufte Optionen gibt. Die vollständig gedeckten verkauften Optionen bedürfen keiner Margin. Darunter ist zu verstehen, dass ein Verkäufer von Optionen die in den Optionskontrakten gehandelte Anzahl an Basiswerten bei der Terminbörse hinterlegt.

Bei ungedeckten verkauften Optionen besteht eine Margin-Pflicht in voller Höhe, die durch die jeweilige Terminbörse berechnet wird.

 

Kann die Margin bei einem Call von Bedeutung sein?

Ja. Die Margin bei einem Call kann von Bedeutung sein.

 

Wie funktioniert die Margin bei einem Call?

Die Margin bei einem Call hängt mit dessen Struktur zusammen. Ein Call verbrieft für den Käufer das Recht darauf, einen bestimmten Basiswert zu einem bestimmten Preis während einer bestimmten Laufzeit zu kaufen. Dementsprechend muss der Verkäufer der Option den Basiswert verkaufen.

 

Besteht für den Käufer des Calls ein Risiko, so dass dieser Margin bei einem Call in der gekauften Variante leisten müsste?

Die Pflicht eine Margin bei einem Call in der gekauften Variante zu leisten, besteht nicht, da der Käufer kein weiteres Risiko eingeht.

 

Besteht für den Verkäufer des Calls ein Risiko, so dass dieser Margin bei einem Call in der verkauften Variante leisten müsste?

Die Pflicht eine Margin bei einem Call in der gekauften Variante zu leisten, besteht, da der Verkäufer das Risiko trägt, dass er Wertpapiere zu einem bestimmten Preis liefern muss. Für dieses Risiko muss er als Sicherheitsleistung die Margin einbringen.

 

© Optionen-Investor
Rainer Heißmann
Chefanalyst und Chefredakteur Optionen-Profi

 

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