Ohne Stabilität des Bankensektors keine Markterholung

+++  2009 erzielen Sie nur Gewinne, wenn Sie auch Puts im Depot haben  +++  Am Montag, dem 16.02.2009, sind die US-Börsen geschlossen  +++

Ohne Stabilität des Bankensektors gibt es keine Markterholung

Rhetorische Frage: „Kaufen Sie nächste Woche in größerem Umfang Bankaktien als langfristige Anlage?“ Ich jedenfalls nicht. Und ich denke, auch Sie verneinen diese Frage. Wenn Sie aber nicht kaufen und ich auch nicht, dann gibt es keinen nachhaltigen Aufschwung des Bankensektors. Und ohne diesen gibt es auch keinen nachhaltigen Aufschwung der Indizes.

Ich fasse den Bankensektor nicht an. Denn um ihn steht es schlecht. Wie schlecht es wirklich ist, sagt uns keiner. Ich kann es nur ahnen. Sehen Sie dazu diesen Vergleich:

Am gestrigen Freitag, 13.02.2009, wurde in Deutschland das zweite Konjunkturpaket beschlossen. Es hat einen Umfang von 50 Milliarden Euro. Das soll es nun bringen und die Wirtschaft ankurbeln. 50 Milliarden Euro für 82 Millionen Einwohner. Das sind 609,76 Euro für Sie und für mich. (Mal sehen, wie viel wirklich bei Ihnen und bei mir ankommt.) Und damit kurbeln wir dann die Wirtschaft an. O.k. – das ist eine Milchmädchenrechnung. Aber dieses nicht:

Allein zur Rettung der Hypo Real Estate werden mehr als 90 Milliarden Euro ausgegeben. Diese Summe ist annähernd doppelt so groß wie das gesamte zweite Konjunkturpaket. Das ist nur die Summe, die für eine Bank ausgegeben wurde. Und ob diese reicht, ist noch lange nicht klar. Dieser Vergleich lässt ahnen, wie schlecht es wirklich um den Bankensektor steht.

Weitere Horrornachrichten zum Bankensektor

Am gestrigen Freitag, dem 13-ten, gab es eine weitere Katastrophenmeldung im Bankensektor. Dieses Mal kam sie von der britischen Bankengruppe Lloyds. Der zum Konzern gehörende Baufinanzierer HBOS verbuchte einen Verlust von rund 9 Milliarden Euro. Die Lloyds-Aktien stürzten daraufhin in der Spitze um bis zu 40% ab.

Bekannt ist, dass in den USA billionenschwere Rettungspläne für den Bankensektor nötig sind.

Analysten der UBS schätzen den Kapitalbedarf für den Bankensektor auf weitere 800 Milliarden Dollar. „Auf ein paar hundert Milliarden kommt es schon gar nicht mehr an“, möchte man meinen. Und ob es weitere 600, 700 oder auch 900 Milliarden Dollar sind, ist wirklich unerheblich für das Ergebnis.

Meine Meinung: Der Bakensektor verbucht immer noch Unsummen an wertlosen Wertpapieren in seinen Bilanzen. Ich habe erhebliche Zweifel, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen den Bankensektor zu sanieren und damit das Vertrauen in ihn zurückbringen. Und deshalb erholen sich die Börsen auch nicht nachhaltig. Im Gegenteil, der Dow Jones notiert an diesem Wochenende mit 7.850 Punkten deutlich unter der psychologisch wichtigen 8.000-Punkte-Marke.

2009 erzielen Sie nur Gewinne, wenn Sie auch Puts im Depot haben

Solange sich der Bankensektor nicht erholt, erholen sich die Börsen nicht. Ein DAX-Stand von 3.600 Punkten würde mich nicht überraschen. Solange sich die Börsen nicht erholen, müssen Sie Puts im Depot halten. Nur dann erzielen Sie Gewinne, wenn es wirklich soweit runter geht.

Am Montag, dem 16.02.2009, sind die US-Börsen geschlossen

Am 16.02.2009 ist in den USA der Feiertag „Presidents‘ Day“. Er wir zu Ehren von George Washington begangen, der von 1789 bis 1797 der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika war. An diesem Tag bleiben die US-Börsen geschlossen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird normal gehandelt.

Vor genau 30 Jahren, im Jahr 1979, hatten wir einen „Katastrophen-Winter“ mit Schneemassen. Gemessen daran sende ich Ihnen herzliche Grüße aus dem schneearmen Sauerland.

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