Spätester Termin zur Positionsschließung

Woher stammt der Begriff Spätester Termin zur Positionsschließung?

Der Begriff Spätester Termin zur Positionsschließung stammt aus dem Optionen-Profi.

 

Worum handelt es sich beim Optionen-Profi?

Es handelt sich um eine Finanzpublikation im Bereich der Börsenbriefe.

 

Wer ist Chefredakteur und Chefanalyst vom Optionen-Profi?

Rainer Heißmann ist Chefredakteur und Chefanalyst von Optionen-Profi.

 

Wer verlegt den Börsenbrief Optionen-Profi?

Der Börsenbrief Optionen-Profi wird vom Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG verlegt.

 

Welcher Unternehmensbereich des Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG ist für den Optionen-Profi zuständig?

Die GeVestor Financial Publishing Group ist als Unternehmensbereich des Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG für den Optionen-Profi zuständig.

 

Wo kann ein interessierter Anleger den  Optionen-Profi erhalten?

Ein interessierter Anleger kann den Optionen-Profi im GeVestor Shop (unter www.gevestor-shop.de) bestellen.

 

Wie funktioniert der Späteste Termin zur Positionsschließung?

Chefredakteur Rainer Heißmann empfiehlt einen Termin, der bestmöglich ist, um die empfohlene gekaufte Option glattzustellen.

 

Sind der Spätester Termin zur Positionsschließung und eine Stop-Loss-Order identisch?

Nein. Beide sind separat zu betrachten und durchaus unterschiedlich.

 

Macht eine Stopp-Loss-Order Sinn?

Eine Stop-Loss-Order ist grundsätzlich eine sinnvolle Einrichtung, weil Sie so Gewinne absichern bzw. Verluste begrenzen. Eine Stop-Loss-Order legen Sie wie eine „normale“ Verkaufsorder in den Markt. Anstatt eines festen Verkaufslimits legen Sie einen Kurs fest, der unterhalb des aktuellen Kurses liegt. Wird dieser Kurs erreicht oder unterschritten, werden die Wertpapiere zum bestmöglichen Kurs verkauft.

 

Wie sieht ein Beispiel für eine Stop-Loss-Order in Zahlen aus?

Sie haben an der Eurex eine Option zum Kurs von 2 € gekauft. Diese wollen Sie möglichst mit dem 100%-Ziel-Gewinn, also zum Kurs von 4 €, verkaufen. Nach einer Zeit notiert diese Option mit 3 €. Ein schöner Buchgewinn von +50%. Auf der einen Seite wollen Sie die Chance auf den 100%-Ziel-Gewinn erhalten. Auf der anderen Seite wollen Sie aber nicht, dass Ihnen dieser Buchgewinn von +50% verlorengeht. Das ist eine Ausgangssituation, um eine Stop-Loss-Order einzusetzen. Wenn Sie das Stop-Loss-Limit auf 2,50 € festlegen, sichern Sie sich (theoretisch) einen Gewinn von 25% (Kauf zu 2 €, Verkauf gegebenenfalls zu 2,50 €). Kommt es nach der Platzierung Ihrer Stop-Loss-Order zum Kurs von 2,50 € oder niedriger zu Umsätzen, wird das Stop-Loss ausgelöst. Ihre Optionen werden zum bestmöglichen Kurs verkauft. Liegt der folgende Umsatz wieder bei 2,50 €, werden Ihre Optionen verkauft. Sie haben einen Gewinn von 25% (Kauf zu 2 €, Verkauf zu 2,50 €) realisiert.

 

Welche Risiken birgt eine Stop-Loss-Order bei Optionen?

Im obigen Zahlenbeispiel liegt Ihre Verkaufsorder nach Auslösung des Stop-Loss mit dem Limit „bestens“ im Markt. Das heißt: Ihre Optionen werden zu dem danach bestmöglich erreichbaren Kurs verkauft. Das hat folgende Risiken:

 

1. Risiko: Hohe Hebelkraft sorgt für volatile Kurse

Optionen haben eine große Hebelwirkung. Deshalb ist eine hohe Schwankungsbreite (Volatilität) bei Preisen von Optionen normal. Das kann im obigen Beispiel aber dazu führen, dass der Kurs Ihrer Option deutlich unter 2,50 €, auf 2,20 € oder auch 2 €, fällt. Gibt es dann den nächsten Umsatz bei 2 €, wird Ihre Option auch zu diesem Kurs verkauft. Eventuell haben Sie dann zum Tagestiefkurs und zu billig verkauft. Wenn der nächste Umsatz nach der Auslösung Ihrer Stop-Loss-Order sogar unter 2 € liegt, hätten Sie sogar einen Verlust realisiert.

 

2. Risiko: Wenig Umsatz in der Option

Die europäische Terminbörse eilt von Rekordumsatz zu Rekordumsatz. Grund: Immer mehr Anleger handeln mit Optionen anstatt mit Optionsscheinen, Zertifikaten etc. Trotzdem gibt es an der Eurex immer noch Optionen mit wenig Umsatz. Das kann sich bei einer Stop-Loss-Order für Optionen negativ auswirken. Im obigen Beispiel liegt Ihre Verkaufsorder „bestens“ im Markt. Der Verkauf findet also zu jedem erreichbaren Kurs statt. Wenn es hier nur eine geringe Kaufnachfrage gibt, kann es sein, dass ein Optionen-Trader diese Option mit einem „Abstauber- Limit“ kaufen will. Er hat möglicherweise eine Kauforder mit dem Limit von 1,00 € im Markt. Dieser Kurs ist dann der bestmögliche Kurs. Ihre Option wird zu 1,00 € verkauft, obwohl sie rund 2,50 € wert ist. Hier wäre es zu einem realisierten Verlust gekommen, weil Sie einen Gewinn von 25% per Stop-Loss- Order absichern wollten.

 

Warum ist der Späteste Termin zur Positionsschließung besser als Stop-Loss?

Natürlich gibt es auch Trades, bei denen eine Stop-Loss-Order ein besseres Ergebnis eingebracht hätte als das Halten der Option. Die oben aufgezeigten beiden Risiken führen aber dazu, dass die Nachteile überwiegen. Eine konsequent angewandte Stop-Loss- Strategie im Optionen-Handel bringt im Gesamtergebnis eine deutlich schlechtere Performance, als auf diese zu verzichten. Wegen der beiden obigen Risiken rate ich für den Optionen-Handel von Stop-Loss-Orders ab. Für meine Empfehlungen nutze ich den „spätesten Termin zur Positionsschließung“. Dies ist eine Art „zeitliches Stop-Loss“. Wenn sich eine Option bis zum jeweils von mir genannten „spätesten Termin zur Positionsschließung“ nicht zufriedenstellend entwickelt hat, empfehle ich den Verkauf. Der „späteste Termin zur Positionsschließung“ liegt immer sehr lange vor dem Verfallstag der Optionen. Danach gibt es ausreichend Zeit zu einem Ausstieg mit einem angemessenen Limit.

 

 

© Optionen-Investor
Rainer Heißmann
Chefanalyst und Chefredakteur Optionen-Profi

 

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