DAX 30 Konzerne: Aus Minus wird durch „Schieberei“ ein Plus

Heute habe ich von einer aktuellen (Mai 2009) spannenden Studie der Universität St. Gallen gelesen. Danach hat es im Crashjahr 2008 deutliche Vermögensverluste der DAX 30 Konzerne gegeben. Alle DAX 30 Konzerne zusammengenommen hätten (!) danach Verluste von 43,4 Milliarden Euro zu verbuchen. Diese Verluste errechnen sich unter anderem aus den deutlichen Kurseinbrüchen bei Wertpapieren.

Die im  DAX 30 notierten Unternehmen „hätten“ diese Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung der Bilanzen zu verbuchen, habe ich geschrieben. Und hätten sie dieses getan,  hätten die DAX 30 Konzerne für das Jahr 2008 statt der ausgewiesenen Gewinne von zusammen 28,9 Milliarden Euro Verluste von 13,4 Milliarden Euro ausweisen müssen.

Sie „hätten“ – sie haben aber nicht. Die DAX 30 Konzerne haben stattdessen die bilanzfreundlichen Rechnungslegungsvorschriften, die International Financial Reporting Standards (IFRS), genutzt. „Rechnen, schieben, kürzen“ titelte die Süddeutsche Zeitung bereits am 31.10.08 angesichts der neuen Gestaltungs- und Entlastungsmöglichkeiten, die diese neuen Bilanzregeln den DAX 30 Unternehmen bieten. Und teure Fachseminare werben mit „Nutzen auch Sie die neuen Spielräume“. Gemeint sind die bilanzfreundlichen Rechnungslegungsvorschriften, die IFRS.

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DAX 30 Konzerne „spielen und schieben“

„Spielräume“, nett gesagt. Bilanzen und spielen, passt ja wunderbar. Die DAX 30 Unternehmen haben auf jeden Fall gespielt, oder wie die Süddeutsche Zeitung geschrieben hat, geschoben.  Und „teure“ Seminare? Sieht gar nicht mehr so teuer aus, wenn aus 13,4 Milliarden Euro Verlust durch Schieberei ein Gewinn von 28,9 Milliarden Euro wird.

Die neuen Spielräume führen dazu, dass diese Verluste nicht sofort verbucht werden müssen, sondern vorläufig in den Bilanzen „verschoben“ werden können. „Sie führen früher oder später in der Regel zu Verlusten“, so Peter Leibfried, Professor für Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung an der Universität St. Gallen.

„Verschoben ist nicht aufgehoben“, fällt mir dazu ein. Und früher oder später werden die Aktienkurse der DAX 30 Gesellschaften auch entsprechende Belastungen verbuchen. Und dann geht’s abwärts.

Warum nur fällt mir gerade jetzt die Erzählung „Etwas außerhalb der Legalität“ von Max von der Grün ein? Achso, ja, Max von der Grün wurde heute vor 83 Jahren, am 25.05.1926, geboren. Aber bei den bilanzfreundlichen Rechnungslegungsvorschriften für die DAX 30 Konzerne ist doch alles legal. Sind doch nur Spielräume. Legale halt. Trotzdem sehe ich da „Stellenweise Glatteis“. Das ist der Titel einer anderen Erzählung von Max von der Grün.

Mein Tipp und mein Gruß: Lassen Sie sich nicht aufs Glatteis führen, halten Sie Put Optionen im Depot.

Kommentare

  1. Rainer Heißmann sagt:

    Sehr geehrter Herr Wilhelm,

    vorab, ich beantworte jede E-Mail zeitnah. Eine nicht beantwortete E-Mail gibt es bei mir nicht. Sollten Sie auf eine E-Mail mal keine Antwort erhalten, fragen Sie bitte nach 3 oder 4 Tagen nach. Dann hat mich Ihre E-Mail nicht erreicht.

    Zu Ihrer Frage: In den Musterdepots des Optionen-Profi und Option-Advisor befinden sich unterschiedliche Puts. Als geeignet für eine Depot Absicherung sehe ich beispielsweise diesen an:

    DAX – Put – Jun.10 – 3.500 P.

    Mit den besten Grüßen
    Rainer Heißmann

  2. Norbert Wilhelm sagt:

    Welche PUT-Optionen haben Sie empfohlen.
    Ich bat sie vergebens bisher,mir diese als e-mail zu nennen.

    Mit freundl. Gruessen N. Wilhelm

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